Günzburger Zeitung: 18. Januar 2012
Jetzt wird beim VfL gerechnet
Die Stadt Leipheim und der örtliche Sportverein haben Gespräche über die Zukunft des Gebäudes geführt. Im Herbst sollen die Ergebnisse endgültig aif dem Papier stehen. Bis dahin werden mehrere Optionen geprüft.
Einen Tag nach den Gesprächen über die Zukunft der
Fliegerhorsthalle ist die Stimmung in Leipheim offenbar gut. Nachdem sich
Bürgermeister Christian Konrad und Vertreter der Stadtverwaltung am Montag
mit drei Vertretern des VfL Leipheims zusammen gesetzt hatten, gibt es ein
erstes Ergebnis: Bis zum Herbst entwickelt der VfL Leipheim ein Konzept zur
wirtschaftlichen Tragfähigkeit der Sporthalle und der Sportanlagen auf dem
ehemaligen Fliegerhorst. Die Stadt habe sich grundsätzlich bereit erklärt,
einen Erbpachtvertrag abzuschießen, hieß es.
Vorausgesetzt, der Stadtrat stimmt zu. Leipheims Bürgermeister Christian
Konrad sagte zum Termin im Herbst: „Bis dahin hält die Stadt die Halle
frei.“ Mountainbiker werden in dieser Zeit also nicht in die Sporthalle auf
dem ehemaligen Militärgelände einziehen. „Im Herbst wollen wir uns dann
noch einmal zusammensetzen“, erklärte Christian Konrad. Bis dahin will der
örtliche Sportverein wissen, wie es weitergehen könnte. Der
VfL-Vorstandsvorsitzende Hartmut Hühn sprach von mehreren Optionen, die bis
September geprüft werden.
Er gab zu bedenken, dass der VfL gerade erst den Sportplatz saniert habe
und finanziell nicht mehr allzu viel Spielraum bleibe. „Das haben wir der
Stadt deutlich gemacht“, sagte Hartmut Hühn. Der Sportverein sucht deshalb
Partner; Kommunen und Vereine im Landkreis. Hartmut Hühn wollte nicht
ausschließen, dass die neue Sportanlage eines Tages den Namen eines
Sponsoren tragen könnte – „einer aus der Umgebung“, fügte er noch hinzu.
Doch im Moment ist all dies ohnehin noch Zukunftsmusik. Hartmut Hühn sagte:
„In ein finanzielles Abenteuer werden wir den Verein nicht führen.“ Das sei
man den Mitgliedern und den Gründern des Vereins schuldig.
Der VfL prüft mehrere Optionen, macht sich Gedanken, ob er beim bayerischen
Sportverband nachfragt. Es geht um Vorschläge wie die Gründung einer
Stiftung oder eines Fördervereins. Auch die Gründung einer GmbH ist nicht
auszuschließen. Unter den Sportlern wird in der kommenden Zeit auch die
Erbpacht diskutiert werden: Die Stadt Leipheim würde dem Sportverein das
Gelände für 99 Jahre kostenlos zur Verfügung stellen, der VfL betreibt es
in Eigenregie.
Noch ist nichts spruchreif. Nur die Aufbruchstimmung beim VfL ist
erkennbar. Hier werden die Ärmel wieder hochgekrempelt und die Bleistifte
gespitzt.
Der VfL-Chef Hartmut Hühn hat sich gestern schon sehr gefreut. Er betonte,
dass es sich um ein „sehr, sehr kooperatives Gespräch“ gehandelt habe, das
„von Freundlichkeit und gegenseitiger Achtung geprägt“ gewesen sei. die
Ziel sind klar definiert. Hartmut Hühn sagte, es gehe darum, „den jungen
Menschen und Bürgern im Verein und in Leipheim und der Umgebung eine
weitere Möglichkeit zu bieten, Sport zu treiben, das wiederholte Ringen um
Sportstunden zur Nutzung der Güssenhalle zu beenden, gefragte
Trendsportarten zu fördern und letztlich auch im Kampf der Kommunen um
junge Bürger einen Beitrag die Attraktivität zu steigern zu leisten.